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 Knochenbau- bzw. -dichte: von Antiepileptika beeinflusst? 
AutorNachricht
Forum Admin

Registriert: 04.2010
Beiträge: 40
Geschlecht: nicht angegeben
Ungelesener Beitrag Knochenbau- bzw. -dichte: von Antiepileptika beeinflusst?



Jain! Nicht alle Antiepileptika beeinflussen den Knochenstoffwechsel.

Es wird zwischen zwei Erkrankungen unterschieden, die durch die Knochendichte diagnostiziert wird: Osteomalazie und -porose. Die WHO hat dazu folgende Werte festgelegt:


[html]
<table border="0" cellpadding="2" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="100%">
<tr>
<td width="33%" align="right">
Normbereich bis&nbsp; -1 Standarddeviotion (SD)</td>
<td width="2%">&nbsp;</td>
<td width="34%"></td>
</tr>
<tr>
<td width="33%" align="right">- 1
und 2,5 SD</span></td>
<td width="2%">&nbsp;</td>
<td width="34%">Osteopenie (Osteomalzie)</td>
</tr>
<tr>
<td width="33%" align="right">
&lt;-2,5 SD</td>
<td width="2%">&nbsp;</td>
<td width="34%">Osteoporose</td>
</tr>
</table>[/html]

Sehr früh wurde beobachtet, dass die enzyminduzierenden Medikamente Phenytoin, Phenobarbital und Primidon die Knochendichte senkt. Für genauere und sichere Angaben liegt jedoch nicht genügend Material vor, aber es soll nicht ausgeschlossen werden, dass weitere sowohl enzyminduzierende als auch enzymhemmende Antiepileptika Einfluss darauf nehmen.


Weiteres siehe nächsten Beitrag.

Stand: Juli 2005
© by Manuela Katzer

_________________
Alle sagten, dass es nicht geht - da kam einer, der das nicht wusste, und tat es.


5. Apr 2010, 12:38
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Forum Admin

Registriert: 04.2010
Beiträge: 40
Geschlecht: nicht angegeben
Ungelesener Beitrag Antiepileptika und der Knochenstoffwechsel


Antiepileptika und der Knochenstoffwechsel


Einige Antiepileptika (gesichert sind Phenytoin, Phenobarbital und Primidon, andere sind jedoch nicht ausgeschlossen) können die Knochendichte beeinflussen. Die WHO hat dazu folgende Werte festgelegt:


[html]<table border="0" cellspacing="1" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="100%">
<tr>
<td width="47%" align="right">Normbereich bis&nbsp; -1
Standarddeviotion (SD)</td>
<td width="2%">&nbsp;</td>
<td width="47%">Normal</td>
</tr>
<tr>
<td width="47%" align="right">- 1 und 2,5 SD</td>
<td width="2%">&nbsp;</td>
<td width="47%">Osteopenie (Osteomalazie)</td>
</tr>
<tr>
<td width="47%" align="right">&lt;-2,5 SD</td>
<td width="2%">&nbsp;</td>
<td width="47%">Osteoporose</td>
</tr>
</table>[/html]

Bei Osteoporose und Osteopenie sind systematische Knochenerkrankungen, die durch eine niedrige Knochenmasse und Strukturveränderungen des Knochengewebes und so eine gesteigerte Knochenbrüchigkeit und eine Frakturgefährdung zur Folge haben.

Knochenbrüche sind bei vielen Epilepsiekranken durch die Anfälle bedingt, weshalb es schwer ist, den Grund hierfür zu konkretisieren. Denn nicht jeder Bruch bedeutet automatisch eine reduzierte Knochendichte. Eine Assoziation kann aber auch nicht ausgeschlossen werden.

Beim konventionellen Röntgen ist erst bei Mineralverlusten zwischen 30 und 50% erkennbar, also wenn die Fraktur erhöht und die Knochenstruktur irreversibel gestört ist. Da kleinere Mineralisationsänderung nicht erfassbar sind bleibt eine rechtzeitige Therapie aus. Zudem werden Non-Responder auch nicht rechtzeitig erfasst. Deswegen müssen Absorptimetrie und quantitative CT eingesetzt werden.

Absorptemetrie misst die Abschwächung bestimmter Strahlung im Durchgang durch ein Messvolumen.

Die quantitative CT misst in den oberen und teils in den unteren Extremitäten.


Osteoporose

Definition:

    Der Schwund an Skelettsubstanz dazu, dass schon bei geringer Belastung die Bruchgrenze erreicht und es zu Frakturen kommt (Vergleich: trockenes, morsches Holz).

Klinisch-chemische Untersuchung (Routine):

  • Kalzium-Serumkonzentration
  • Phosphor
  • Knochenphosphatase
  • Kreatinin

Das Wichtigste ist erst mal das aktuelle und zukünftige Frakturrisiko (FR) einzuschätzen:

    [html]
    <table border="0" cellspacing="1" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="100%">
    <tr>
    <td width="20%">fast loser</td>
    <td width="3%">&#9658;</td>
    <td width="2%">&nbsp;</td>
    <td width="75%">
    niedrige
    Knochensubstanz: Verlust &gt; 3 % spongioser Knochenmasse pro Jahr</td>
    </tr>
    <tr>
    <td width="20%">&nbsp;</td>
    <td width="3%">&nbsp;</td>
    <td width="2%">&nbsp;</td>
    <td width="75%">&nbsp;</td>
    </tr>
    <tr>
    <td width="20%">slow loser</td>
    <td width="3%">&#9658;</td>
    <td width="2%">&nbsp;</td>
    <td width="75%">
    hoher
    Knochenumsatz: Verlust von 1-3 % pro Jahr</td>
    </tr>
    </table>[/html]

Therapie:

    Im Vordergrund steht die Behandlung der Schmerzen durch Physiotherapie, unterstützt durch Antirheumatika, Analgetika, Anabolika und Calcitonin, außerdem Kyphoplastie. Gleichzeitig muss eine Behandlung unbedingt durchgeführt werden, um weiteren Frakturen vorzubeugen. Dazu werden folgende Substanzen verwendet:

    [html] <table border="0" cellspacing="1" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="100%">
    <tr>
    <td width="80%">

    <i>Knochenaufbaustimulierende Substanzen</i></td>
    </tr>
    <tr>
    <td width="80%">
    <table border="0" cellspacing="1" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="100%">
    <tr>
    <td width="2%">
    &nbsp;</td>
    <td width="47%">&nbsp;</td>
    <td width="2%">&nbsp;</td>
    <td width="2%">
    &nbsp;</td>
    <td width="47%">&nbsp;</td>
    </tr>
    <tr>
    <td width="2%">

    &#9679;</td>
    <td width="47%">Anabolika</td>
    <td width="2%">&nbsp;</td>
    <td width="2%">
    &#9679;</td>
    <td width="47%">
    Parathormon</td>
    </tr>
    <tr>
    <td width="2%">
    &#9679;</td>
    <td width="47%">
    D-Hormon-Metaboliten</td>
    <td width="2%">&nbsp;</td>
    <td width="2%">
    &#9679;</td>
    <td width="47%">
    Strontium</td>
    </tr>
    <tr>
    <td width="2%">
    &#9679;</td>
    <td width="47%">
    Fluoride</td>
    <td width="2%">&nbsp;</td>
    <td width="2%">&nbsp;</td>
    <td width="47%">&nbsp;</td>
    </tr>
    </table>
    </td>
    </tr>
    <tr>
    <td width="80%">
    &nbsp;</td>
    </tr>
    <tr>
    <td width="80%">
    <i>Knochenabbauhemmende Substanzen</i></td>
    </tr>
    <tr>
    <td width="80%">
    &nbsp;</td>
    </tr>
    <tr>
    <td width="80%">
    <table border="0" cellspacing="1" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="100%">
    <tr>
    <td width="2%">
    &#9679;</td>
    <td width="47%">
    Anabolika</td>
    <td width="2%">&nbsp;</td>
    <td width="2%">
    &#9679;</td>
    <td width="47%">
    D-Hormon-Metaboliten</td>
    </tr>
    <tr>
    <td width="2%">
    &#9679;</td>
    <td width="47%">
    Bisphosphonate</td>
    <td width="2%">&nbsp;</td>
    <td width="2%">
    &#9679;</td>
    <td width="47%">
    Östrogene</td>
    </tr>
    <tr>
    <td width="2%">
    &#9679;</td>
    <td width="47%">
    Calcitonin</td>
    <td width="2%">&nbsp;</td>
    <td width="2%">&nbsp;</td>
    <td width="47%">&nbsp;</td>
    </tr>
    </table>
    </td>
    </tr>
    </table>[/html]

    Anmerkung: Knochenaufbau-stimulierende Substanzen bei "slow-loser"-Patienten, Knochenabbau-hemmende Substanzen bei "fast-loser" Patienten.

Osteopenie (Osteomalazie)

Definition:

    So nennt sich die Rachitis im Erwachsenenform (Vergleich: frisches Holz einer Weide). Die Skelettmasse ist erhalten oder vermehrt, der Mineralanteil (Kalzium und Phosphor) jedoch vermindert. Dadurch ist der Knochen weich und verbiegbar. Meistens ist ein Vitamin D-Mangel und/oder Vitamin D-Stoffwechselstörung ferner Phosphatverlust bei Tubulopathie die Ursache.

Therapie:

    Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei den Vitamin D-bedingten Formen (renale Osteodystrophie) kommt es sehr schnell zur Besserung, dagegen ist die Therapie von tubulären Osteomalazien sehr langwierig.

Neben der notwendigen Therapie kann auch unterstützend eine Vitamin-D-reiche Kost schmackhaft unter die Arme greifen. Eine Tabelle der bekanntesten Lebensmittel: Einige Lebensmittel als gute Kalzium- und Vitamin D-Lieferanten.



© by Manuela Katzer

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5. Apr 2010, 13:17
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